LfDI Baden Württemberg: es gibt gute Alternativen

In einem am 28.05.2021 in der Badische Neue Nachrichten unter dem Titel „Landesbeauftragter Stefan Brink: „Der Datenschutz ist durch die Pandemie stark unter Druck geraten“ erschienenen Interview geht der Landesbeauftragte unter Anderem auch auf verschiedene Problem ein, die er bei der Nutzung von Social Media durch öffentliche Stellen sieht und bei Schulen durch die Nutzung Plattformen wie Teams. Für ihn ist klar, Schulen haben eine besondere Verpflichtung, Schülerinnen und Schülern zu schützen. Auch wenn es pragmatisch ist, dürfen Schulen nicht Plattformen einsetzen, deren Nutzung rechtswidrig und nicht verantwortbar ist. Er stellt fest, vermutlich auch mit Blick auf die Einwilligung, dass Schüler der Schulpflicht unterliegen und nicht ausweichen können. Wie viele andere Datenschützer und auch Verantwortliche in Schulministerien stellt er dann fest:

„Also müssen Schulen rechtskonforme Kommunikationswege anbieten. Es gibt Alternativen: etwa die Plattform Moodle oder den Videokonferenz-Dienst Big-Blue-Button.“

Was er dabei übersieht. Moodle ist in vielen Fällen keine Alternative. Das wird deutlich, wenn man den Ausführungen von Joachim Paul im Beitrag Schule Digital: Lernplattformen und die zu geringen Bandbreiten der Politik folgt, der dort schreibt:

„Es ist daher völlig unsinnig, etwa IServ mit zum Beispiel Moodle zu vergleichen, da beide Systeme unterschiedliche Leistungsschwerpunkte haben. Im Gegenteil, Moodle gibt es nicht selten als Software-Modul, das an einer Schulserverlösung angedockt werden kann.“

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