Schulen in Hessen erhalten BigBlueButton als DS-GVO konforme Videokonferenz Lösung

Es hat lange gedauert mit der Beschaffung einer datenschutzkonformen Videokonferenz Lösung für die Schulen des Bundeslandes Hessen. Wie die Hessenschau in einem Beitrag mit dem Titel „Land führt Videokonferenzsystem für Hessens Schulen ein“ am 23.08.2022 berichtet, erhielt der das zur Rittal-Gruppe gehördende Anbieter German Edge Cloud aus Eschborn den Zuschlag bei einer europaweiten Ausschreibung. Das hessische Kultusministerium teilte der Hessenschau mit, dass BigBlueButton bis Ende September auf dem hessischen Internet-Schulportal integriert werden soll. Für das hessische Schulportal soll die Open Source Lösung optimiert werden. In der Praxis werden dann Ende September die ersten Schulen BigBlueButton über das hessische Schulportal nutzen können. Bis alle Schulen auf die neue Videokonferenz Lösung zugreifen können, wird jedoch länger dauern. Wie lange, ist derzeit unklar. Da Schulen bis dahin handlungsfähig bleiben müssen, auch mit Blick auf Corona, soll es eine Übergangslösung geben. Dazu heißt es im Beitrag: „Derweil werde zudem an einer Übergangslösung mit dem hessischen Datenschutzbeauftragten gearbeitet. Voraussichtlich bis zum Ende des ersten Schulhalbjahrs dürfen andere Video-Konferenzsysteme weiter benutzt werden.“ Schulen werden dann bis zum Erhalt der neuen Videokonferenz Lösung weiterhin auf die bisher genutzten Systeme wie MS Teams, Zoom und ähnlich setzen können. Da die hessische Aufsichtsbehörde sich hier auch in der Vergangenheit pragmatisch gezeigt hat, ist damit zurechnen, dass man die bestehenden Lösungen bis dahin vorerst tolerieren wird.

Bewertung

Manche Dinge brauchen Zeit. Ärgerlich ist in diesem Fall, dass die Ausschreibungsfehler zu eine sehr langen Verzögerung geführt haben, bis Schulen nun endlich eine zweifelsfrei datenschutzkonforme Videokonferenz Lösung erhalten. Die Zwischenzeit stellte für Schulen eine Hängepartie dar, da immer wieder die Sorge im Raum stand, die Aufsichtsbehörde könnte die Nutzung der bisher eingesetzten Plattformen untersagen bevor das Land eine Alternative bereitstellen würde. Zum Glück scheinen sich die Dinge jetzt in die richtige Richtung zu bewegen und Schulen können für die Übergangszeit auf bestehende Lösungen setzen, mit der Gewissheit, dass dieses möglich ist, bis ihrer Schule die neue Lösung des Landes zur Verfügung steht.

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